Sonntag, 26. Juli 2009

Cobán - Semuc Champey

Wir verliessen Antigua und machten in Cobán einen taktischen Boxenstopp. Dabei sahen wir eine Filiale der berühmten Tienda's von Karin. Aber eigentlich waren wir auf dem Weg zu einem weiteren Höhepunkt unserer Reise - Semuc Champey. Da verbrachten wir die letzten drei Tage, fernab von jeglicher Zivilisation, ohne Internet, Handynetz und Strom. Unser Holzhüttli am Río Cahabon war sehr einfach aber sauber - und wir hatten eine Mitbewohnerin: eine riesige, aber ungefährliche Tarantula. Der Chef des Hotels schlug grinsend vor, die Spinne nicht aus dem Zimmer zu entfernen, da sich Karin dann nachts schutzsuchend noch ein bisschen näher an Pädu kuscheln würde. Beim Río hing ein Tarzanseil und wir konnten uns bei Bedarf ins kühle Nass stürzen, was wir auch täglich taten. Am ersten Morgen besuchten wir die Grotte "las Marias". Unser Führer drückte unserer 14-köpfigen Gruppe je eine Kerze in die Hand und mit Badesachen bekleidet erforschten wir die Höhle. Nebst mehreren Wasserfällen, die wir per Leiter erklammen, legten wir Dutzende Meter watend oder schwimmend (mit Kerze) zurück. Dabei passierten wir immer wieder Stalagmiten und Stalaktiten. Es war ziemlich rutschig und zugegeben nicht ganz ungefährlich, aber sehr eindrücklich. In Europa wäre dies aus Sicherheitsgründen kaum möglich gewesen. Den Rückweg zum Hotel durften wir uns auf einem LKW-Pneu sitzend den Río runtertreiben lassen - das war Erholung pur und für Karin waren die gut 20 Minuten viel zu kurz! Ein Belgier aus unserer Gruppe hatte eine wasserdichte Kamera dabei und wollte uns Fotos von der Höhle zukommen lassen. Leider war er zu unvorsichtig und verlor die 500 Euro-Kamera auf den Pneus im Fluss beim herumalbern - shit happens. Am Nachmittag besuchten Semuc Champey - wirklich ein Naturwunder! Auf einer Länge von gut 200m fliesst der Fluss Cahabón unter einer natürlichen Kalksteinbrücke hindurch. Ein kleiner Nebenfluss überspült dabei die Sinterterrassen mit glasklarem türkisfarbenem Wasser. In diesen Becken lässt es sich traumhaft schwimmen und relaxen. Obwohl es bestimmt auch schön gewesen wäre, gleich im türkisblauen Wasser baden zu gehen, entschieden wir uns, zuerst auf den ca. 300 Meter hoch gelegenen, superschönen Aussichtspunkt zu kraxeln und hatten Glück im Unglück. Es begann nämlich zu regnen und die Parkwächter schickten alle Besucher aus dem Park. Zum Mirador hoch kamen sie jedoch nicht und daher genossen wir weiterhin den Park, der nun fast uns alleine gehörte. Da es regnete, beschlossen wir, am nächsten Tag wiederzukommen und dann Baden zu gehen - so eine schöne Badi hatten wir noch nie! Abends genossen wir die feinen Cabaña-Menues meistens mit einem guatemaltekischen Bier. Am besten sch meckt uns dabei Gallo, wie man bei Pädu unschwer erkennen kann. "Leider" verliessen wir heute morgen diesen paradiesischen Ort und sind mit einem unbequemen Pickup stundenlang über Berge und Täler nach Rio Dulce gefahren. Asphaltstrasse war bis kurz vor Rio Dulce ein Fremdwort und entsprechend wackelte es auch; Gegenverkehr manchmal eine halbe Stunde keinen. Mehreren Personen bekam die Fahrt nicht so gut. Morgen nehmen wir ein Wassertaxi und fahren Richtung Livingston. Vorher machen wir aber in den abgelegenen Mangrovenwäldern einen Stop. Wir haben (wiederum fernab von jeglicher Zivilisation ;-) eine Finka für zwei Nächte gebucht. Voraussichtlich gehen wir dann endlich mal Kajak fahren und mit etwas Glück bekommen wir den einen oder anderen animalischen Bewohner zu Gesicht. Es soll Krokodile, Schildkröten und Manatis (Seekühe) haben. Hasta Luego...

3 Kommentare:

  1. Guten Tag Karin und Pädu
    Das Gallo muss wohl sehr gut schmecken, sonst würde Pädu es nicht so mit beiden Händen an sich drücken, Prost!! Jetzt ist bei uns auch Badewetter - aber nur meist für ein bis zwei Tage - dann erfolgen Gewitter, manchmal mit Hagel. Bis jetzt ein durchzogener -, wenn überhaupt, Sommer. Da habt ihr es schon viel besser. Du hast von Peter wohl schon vom 2:1 Sieg des FCL gegen GC gehört. Aber es gibt ein bedauerliches Nachspiel. Ein unbesonnener Zuschauer hat einem GC-Spieler einen vollen Becher Bier an die Stirn geworfen. Er konnte anscheinend nicht mehr weiter spielen. Dies ergibt wahrscheinlich eine 3:0 Forfait-Niederlage. Sehr schade!
    Wir grüssen die Turteltauben herzlich aus dem heute sehr sonnigen "Möischter".
    Marlis und Erwin

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  2. Neueste Meldung. Der Becherwerfer hat sich gestellt.
    Der Becher war nur zu einem drittel gefüllt. Der Werfer wird
    mit einer zweijährigen Stadionsperre belegt. Die Busse wird nach
    dem Urteil SFV festgelegt. Trotzdem: Es sind sehr schöne Plätze im Stadion. Wir sitzen wieder neben Andi. Und die Stimmung war sonst perfekt (mit dem Pilatus im Hintergrund). Glg

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  3. Hallo Karin und Pädu
    Basel-Luzern 1:1, Jakin eher besser als Nati-Goalgetter Alex Frei.Heute beginnt eine Schön-
    wetterperiode (wie lange?)Für das nächste Spiel gegen Xamax werden vor den Tribünen zu-
    sätzliche Netze gespannt.Heute Morgen wurde mein neuer Polo bei der Garage Lustenberger abgeladen. Morgen werde ich ihn abholen und am Freitag werde ich mit Marlis wohl die Jungfernfahrt unternehmen. Ansonsten nicht viel Neues.
    Herzliche Grüsse vom stahlblauen Möischter
    Marlis und Erwin
    P.S: Alex Frei spielt jetzt beim FC Basel!!

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